Borcarbid
Boron Carbide

Borcarbid

Hochreines Borcarbid (B4C) mit Mohs-Härte 9,5 für Panzerkeramik, nukleare Abschirmung und extreme verschleißfeste Anwendungen.

Spezifikationen

B4C-Gehalt
≥97%
Gesamtbor
≥76%
Gesamtkohlenstoff
≥21%
Schüttdichte
1,35-1,55 g/cm³
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Merkmale

  • Extreme Härte (Mohs 9,5, dritthärtestes Material nach Diamant und CBN)
  • Geringe Dichte (2,52 g/cm³)
  • Hervorragende Neutronenabsorptionsfähigkeit
  • Hohe chemische Stabilität und Korrosionsbeständigkeit
  • Überlegene Verschleißfestigkeit

Anwendungen

Panzerkeramik (ballistische Platten, Fahrzeugpanzerung)Nukleare Abschirmung und SteuerstäbeStrahl- und LäppmittelVerschleißfeste Düsen und LagerPoliermittel für harte Materialien

Branchen

Verteidigungs- und PanzerungssystemeKernenergieVerschleißfeste KeramikSchleifmittelherstellung

Borcarbid (B4C) ist eines der härtesten verfügbaren synthetischen Materialien und wird nur von Diamant und kubischem Bornitrid (CBN) übertroffen. Es wird durch karbothermische Reduktion von Boroxid (B2O3) mit Kohlenstoff in einem Elektrolichtbogenofen bei Temperaturen über 2.000 °C hergestellt. Die entstandene Schmelzmasse wird gebrochen, gemahlen und in präzise kontrollierte Partikelgrößen klassiert. Dieser Produktionsweg ergibt ein Material mit einer einzigartigen Kombination aus extremer Härte, sehr geringer Dichte und ausgezeichnetem Neutronenabsorptionsquerschnitt.

Der entscheidende Vorteil von Borcarbid ist sein Härte-Gewichts-Verhältnis. Mit Mohs 9,5 und einer Dichte von nur 2,52 g/cm³ bietet es eine hervorragende ballistische Leistung in Panzerungssystemen, bei denen das Gewicht entscheidend ist. Über Verteidigungsanwendungen hinaus machen die chemische Beständigkeit und Verschleißfestigkeit von Borcarbid es zum Material der Wahl für Sandstrahldüsen, mechanische Dichtflächen und Läppmittel zur Endbearbeitung anderer harter Materialien. Sein hoher Neutroneneinfangquerschnitt macht es zudem unverzichtbar in Kernreaktor-Steuerungssystemen und der Lagerung abgebrannter Brennelemente.

Für Einkaufsfachleute sind die wichtigsten Qualitätsparameter die B4C-Phasenreinheit, der Gesamtbor- und Kohlenstoffgehalt sowie die Partikelgrößenverteilung. Seriöse Lieferanten stellen chargenspezifische Analysezertifikate (COA) zur Verfügung, die einen B4C-Gehalt von ≥97 % und kontrollierte Verunreinigungsgrade bestätigen. Bei Fein- und Submikron-Qualitäten ist die Konsistenz der Partikelgröße das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Lieferanten, da eine uneinheitliche Klassierung zu ungleichmäßigen Materialabtragsraten bei Präzisionsläppanwendungen führen kann.